# 500 km WLTP, aber nur 182 km planbar? Ein Winter-Autobahn-Beispiel

**URL:** <https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606>\
**Category:** e-Mobilitäts Apps/Programme\
**Created:** [19. September 2026 um 14:38 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606 "2026-09-19T14:38:16Z")\
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**Author:** ![StromLotseDE](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/s/dbc845/32.png) [@StromLotseDE](https://forum1.firstev.de/u/StromLotseDE)\
**Post date:** [19. September 2026 um 14:38 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/1 "2026-09-19T14:38:16Z")

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Hallo zusammen,

bei der E-Auto-Suche wirkt eine WLTP-Reichweite von 500 km zunächst langstreckentauglich. Das eigentliche Problem: Auf Reisen fährt kaum jemand von 100 auf 0 Prozent – und Winter, Autobahntempo, Heizung sowie Gepäck kommen gleichzeitig zusammen.

Ich habe deshalb ein bewusst konservatives Beispiel durchgerechnet:

• 500 km WLTP  
• kalter Winterbetrieb  
• Autobahn mit etwa 130 km/h  
• Ladefenster von 80 auf 10 Prozent  
• starke Klimatisierung  
• volle Beladung beziehungsweise Dachbox

Das Ergebnis:

• geschätzte Szenarioreichweite von 100 auf 0 Prozent: 260 km  
• konservativ planbar im gewählten Ladefenster: 182 km

Der Unterschied ist für eine Kaufentscheidung entscheidend. Wer nur zwei Fahrzeuge nach WLTP vergleicht, übersieht möglicherweise, wie oft auf der typischen Winterfahrt tatsächlich geladen werden müsste. Der Planwert ist dabei keine modellbezogene Messung und kein Versprechen. Wind, Regen, Steigungen, Reifen, Batteriealter und die konkrete Fahrzeugsoftware können das Ergebnis zusätzlich verändern.

Für mich ist die sinnvollere Frage daher nicht „Wie weit kommt das Auto maximal?“, sondern: „Welche Strecke kann ich unter meinen ungünstigen, aber realistischen Bedingungen zwischen zwei Ladestopps verlässlich planen?“

Ich habe das Szenario hier durchgespielt:  
[https://eautokompass.com/reichweitenrechner](https://eautokompass.com/reichweitenrechner)

Transparenz: Ich arbeite am Projekt EAutoKompass. Mich interessiert vor allem eure Praxiserfahrung: Ist dieses Szenario zu konservativ, oder passt ein solcher Sicherheitsabstand zu euren Winter-Autobahnfahrten?

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**Author:** ![Triumphator](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/triumphator/32/12167_2.png) [@Triumphator](https://forum1.firstev.de/u/Triumphator)\
**Post date:** [19. September 2026 um 15:28 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/2 "2026-09-19T15:28:58Z")

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Für mein Fahrprofil passt das wie Faust aufs Auge, allerdings finde ich die WLTP-Angabe zum Vergleich zwischen unterschiedlichen Autos durchaus sehr hilfreich. Dass der Wert in der Praxis nicht erreicht wird, steht auf einem anderen Blatt. Es geht nur um die Vergleichbarkeit.

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**Author:** ![Thunersee-CH](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/thunersee-ch/32/12441_2.png) [@Thunersee-CH](https://forum1.firstev.de/u/Thunersee-CH)\
**Post date:** [19. September 2026 um 15:38 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/3 "2026-09-19T15:38:44Z")

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Also mich nervt jetzt schon wieder der Gedanke an die kälteren Zeit,obschon ich erst 1 Winter mit dem MME hinter mir habe und mir überhaupt keine Infos beim Occasionskauf oder Gedanken darüber gemacht habe.Ich lade seit geraumer Zeit sogar wieder auf 100% im Sommer,das heisst 390 Km mit meiner Autobahnfahrweise und von Do.bis So.fahre ich schon regelmäßig privat mindestens 350Km.Lade seit mehr als 1 1/2 Jahre stets Daheim mit 1.6kWh,also mit dem original Ladegerät. Im Winter sind es dann knapp 200Km pro 100% Ladung,sodass ich ein 2.x laden muss.Hätte ich das zu Beginn gewusst, wäre ich beim Verbrenner geblieben.Glücklicherweise gefällt mir optisch der MME immer noch sehr gut und die Investition für den 2jährigen Wagen mit 26K Km war auch nicht nur aus den Ärmeln geschüttelt.

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**Author:** ![michael1304](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/michael1304/32/12049_2.png) [@michael1304](https://forum1.firstev.de/u/michael1304)\
**Post date:** [19. September 2026 um 17:59 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/4 "2026-09-19T17:59:41Z")

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Also auf meiner Zeit VOR dem EAuto kann ich folgendes berichten

Ich habe viel gerechnet und folgende Kriterien zu Grunde gelegt

Was will ich fahren? Zur Arbeit hin und zurück = 250 km davon 200 km Autobahn

Im Winter

Nicht mit 80 hinter einem LKW also eher 130

ohne Zwischenladen und nicht auf den letzten Drücker

Meine Rechnung hat ergeben: WLTP durch 2 muss mindestens die 250 km ergeben.

Zur auswahl standen vor 5 Jahren

Ioniq 5

Tesla Model Y Performace (einzig verfügbare Version zu der Zeit)

Mustang Mach e

Skoda Enyaq

Geworden ist es der Mach e wie man am Profilfoto erkennt

610 km WLTP

die 610 km habe ich sogar schon mal erreicht allerdings im Sommer in den Niederlanden (max 100 ) auf Langstrecke

Erfahrungen von der Arbeitsstrecke reicht auch im Winter und es bleiben immer mindesten 15 % drin

Weitere Strecken (Kundenbesuch 165 km eine Strecke) gehen auch im Winter aber dann mit Einschränkungen bei der Höchstgeschwindigkeit (110 bis 120) ist schon fast ein Spiel dann mit möglichst wenig Restreichweite anzukommen. (1-3 %) .

Ach ja wenn es dann wirklich nicht mehr passt ist ja immer noch nachladen möglich ![:-)](https://forum.firstev.de/core/images/smilies/emojione/263a.png)

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**Author:** ![Triumphator](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/triumphator/32/12167_2.png) [@Triumphator](https://forum1.firstev.de/u/Triumphator)\
**Post date:** [19. September 2026 um 18:24 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/5 "2026-09-19T18:24:50Z")

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Reichweitenängste sollte man tunlichst ablegen und sich voll auf die E-Mobilität einlassen. Sie entschleunigt ungeheuer. Und Nachladen kann man mittlerweile an jeder dritten Ecke.

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**Author:** ![Voug](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/v/43a26b/32.png) [@Voug](https://forum1.firstev.de/u/Voug)\
**Post date:** [19. September 2026 um 22:00 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/6 "2026-09-19T22:00:49Z")

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Wenn man es auf die Spitze treiben will, bekommt man auch den großen Akku noch schneller leer.

Aber: So eine Rechnung ist in meinen Augen Blödsinn. Nach 10 Jahren Elektroauto rechne ich einfach im Winter mit 70% der üblichen Sommerreichweite bei sonst unveränderten Parametern. Das ist bisher immer recht genau aufgegangen. Wenn man natürlich schon im Sommer nur 220 km Reichweite hat (zB. BMW i3 von 2016), bleiben dann halt nur rund 160 km - aber selbst das würde vielen Pendlern für die täglichen Strecken reichen.

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**Author:** ![Triumphator](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/triumphator/32/12167_2.png) [@Triumphator](https://forum1.firstev.de/u/Triumphator)\
**Post date:** [20. September 2026 um 00:32 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/7 "2026-09-20T00:32:50Z")

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Genau. Erfahrungen sind eben alles. Und mit den Jahren da weiß ich halt, dass ich im Sommer 440 km weit komme und im Winter 270. Und damit rechne ich mir im Hinterkopf meine Ladepunkte aus. Und wenn ich mal daneben lag, C’est la vie, dann lade ich schnell mal ein paar kWh zwischen.

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**Author:** ![Mr\_XLK](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/mr_xlk/32/12231_2.png) [@Mr\_XLK](https://forum1.firstev.de/u/Mr_XLK)\
**Post date:** [20. September 2026 um 06:41 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/8 "2026-09-20T06:41:06Z")

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Ich finde den Rechner nicht schlecht. Er kam beim Mach E bei meinem Fahr- und Streckenprofil relativ nahe a die Werte ran (600km WLTP).

Ein entscheidender Punkt fehlt mir aber noch in der Berechnung - und das ist die Länge der gefahrenen Strecke.  
Im Winter ist es nun einmal so, dass je kürzer die Strecke im Winterbetrieb (mit Heizung), desto weniger Reichweite kommt raus. Denn die Heizung verbraucht imho schlichtweg auf Kurzstreckenverkehr exponentiell mehr…  
Erst auf längeren Strecken wird die E-Heizung “sparsamer” und fällt nicht mehr so sehr ins Gewicht…

Wenn die Tabelle ausschließlich auf Strecken \>25km ausgerichtet sind, sollte es ganz gut hinkommen.

Grüße

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**Author:** ![Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/g/3e96dc/32.png) [@Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/u/Greenkeeper)\
**Post date:** [29. September 2026 um 09:07 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/9 "2026-09-29T09:07:39Z")

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Ich kann den Ausgangsbeitrag jedenfalls für einen Mach-E RWD Extrended range nicht nachvollziehen.

Ich hatte meinen kurz vor Weihnachten 2025 neu übernommen und dann ein paar Tage später bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt (+2 bis -4°C) eine 600km-Autobahnfahrt angetreten.

Es war (ist) mein erstes E-Auto, damals war ich noch ein kompletter E-Auto-Idiot und mit fast allem überfordert. (was sich dann überraschend schnell änderte)

Trotz meiner damaligen Unkenntnnis und Überforderung bin ich schon auf dieser ersten 600km Winter-Langstrecke mit nur einem Ladestopp gut durchgekommen. Mein Navi hatte mit 2 Stopps geplant, was grob eine Drittelung der Strecke ergab und -wie ich im Nachhinein merkte- nicht langsamer gewesen wäre, weil zweimal auf den jeweils benötigten Stand unterhalb 80% laden schneller geht, als einmal bis auf 95%.

Ich hatte vor der Abfahrt nur auf 90% geladen (jetzt würde ich zu Hause mit AC auf 95% laden) und hatte während der Fahrt gesehen, dass ich mit etwas reduzierter Geschwindigkeit (vorher immer Blue Cruise mit Tempomat 80mph = 128km/h eingestellt) noch eine mir von früheren Fahrten auf der gleichen Strecke bekannte Rastanlage auf der BAB erreiche, die fast genau auf der Hälfte der Strecke liegt und wo es wie ich vorher geschaut hatte viele Ladesäulen und Gastronomie gab. Tempo also schrittweise am Ende (letzte 5 km) bis auf 104km/h zurück genommen und mit 3% (Anzeige 9km Reichweite) an der Ladesäule angekommen, dort mit DC-Schnelllader auf 95% aufgeladen, die Zeit für 2x auf Klo gehen und ein Frühstück genutzt und dann entspannt weiter gefahren.

Trotz durchgängig mit Blue-cruise-gesteuerten 128km/h bin ich dann auf der 2. Etappe mit 11% Restreichweite am Ziel angekommen; die insgesamte Fahrtzeit war NICHT außergewöhnlich lang, aber trotz meines natürlichen Alterungsprozesses war es meine mit Abstand entspannteste Fahrt in den letzten 40 Jahren auf dieser von mir sehr häufig gefahrenen Langstrecke.

Was ich damit sagen will:

e-Auto fahren ist eine etwas andere Welt, auf die man sich einlassen muss. Wer das tut, der/dem wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Umstellung schnell gelingen und der wird mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit 1 Jahr später zurück blicken und nicht mehr verstehen, warum er/sie sich vorher so viele Problem-Gedanken gemacht hat.

Wer sich nur ein wenig Erfahrung angeeignet hat weiß, dass die Reichweite im Winter drastisch sinkt und das speziell im Winter die Werbe-Reichweiten oft "für die Tonne" sind. Mit einer guten Navi-Software, die die Ladestopps integriert berechnet, ist das alles überhaupt kein Problem. Auch eine Wärmepumpe und eine gut funktionierende Batterie-Temperierung hilft. Und manchmal kann man, selbst als Anfänger wie in meinem Beispiel, manuell nachsteuern.

Wenn ich auf der nächsten Fahrt zu Weihnachten auf dieser Langstrecke unbedingt deutlich schneller sein will und die Vorhersagen eine dafür geeignete Verkehrssituation (keine Unfälle, keine Staus, wenig Baustellen) vorher sagen, dann plane ich 2 Stopps ein und kann dafür dann mit Tempomat 150 fahren. Oder wieder nur 130km/h und dafür 2x Ladezeit sparen. Viel schnelleres Tempo garantiert bei der üblichen Verkehrsdichte um diese Zeit ohnehin selten eine kürzere Reisezeit.

Bei Fahrzeugen mit kleinerer Batterie und geringerem Verbrauch wird das ähnlich sein.

Noch was: Vor meinem Kauf hatte ein bekannter, erfahrener E-Auto Fahrer mir zur Winterreichweite seine Faustformel verraten: "Bei max. 130km/h rechne auf BAB-Fahrten im Winter mit der Hälfte der vom Autohersteller angegebenen WLTP-Reichweite."

Das kam wundersamer Weise bei meinem Auto auf dieser ersten Winter-Langstreckenfahrt gut hin. Wenn man sowas vorher weiß, geht das Planen solcher Fahrten sehr schnell, mühelos und zuverlässig.

Ich verstehe daher das Problem nicht mehr. Aber ich erinnere mich daran, dass ich vor zirka 1 Jahr, also kurz vor dem Kauf des E-Autos, genau solche unbegründeten Angst-Szenarien im Kopf durchgespielt habe.

Heute sehe ich das so, dass das E-Auto im Winter und bei Tempi über 130km/h Nachteile gegenüber guten Verbrennern hat, aber dafür eben im Sommer, im Stadtverkehr und auch im legal-schnellen Überlandverkehr eindeutige Vorteile. Und diese Vor- oder Nachteile jeweils KEIN wirksames Argument für oder gegen die betreffende Antriebsart sind.

Das sind Dinge wie Komfort, Ermüdung auf Langstrecken und die Energiekosten. In all diesen Punkten liegt das E-Auto zu meiner eigenen Überraschung eindeutig vorn.

Dazu kommen die Umweltaspekte.Man stelle sich nur mal vor, wieviel besser die Luft- und die Wohnqualität (viel weniger Lärm und Dreck) in Städten heute SOFORT wäre, wenn wir statt 23% E-Auto-Neuzulassungen einen Wert wie in Norwegen von 82% hätten. Und wieviel besser es dann 10 Jahre später erst wäre.

Auch bei Punkten wie Batterielebensdauer oder Service-Kosten sind die meisten Bedenken von Verbrenner-Fahrern, die sich ein Umsteigen überlegen unbegründet. Jeweils bei Tesla und Ford (andere wahrscheinlich auch) ist es so, dass Fahrer, die die wenigen elementaren Dinge beachten, speziell ab Baujahren nach 2020 auf eine sehr lange Batterielebensdauer vertrauen können. Bei diesen Herstellern wird man innerhalb von 8 Jahren/160.000km so gut wie nie die Garantie bemühen müssen. Wahrscheinlich halten die Batterien bei halbwegs guter Behandlung sogar viel länger. Und mittlerweile gibt es mehrere Betriebe, die nachlassende bzw. defekte Batterien von Grund auf zu erträglichen Preisen überholen. Jedenfalls nicht schlimmer als Motor- und Getriebeschäden bei Verbrennern kosten.

Hinzu kommen eindeutige Vorteile der E-Autos bei den Wartungskosten und insgesamt eine kürzere Wartungsliste.

Zurück zu Winterfahrten: Beim Denken an hohes Tempo im Winter zucke ich mit den Schultern und denke mir "man bekommt im Leben selten alles auf einmal ohne Nachteile" und plane die nächste Fahrt. Wichtig: Die Unterschiede zwischen Verbrenner und E-Auto sind in der Alltagspraxis viel geringer, als vorher gedacht.

Mit einer Ausnahme: Die Kosten beim Tanken sind sehr viel höher, als die beim Aufladen.

Praktisches Beispiel: Einmal von 10-80% Aufladen entspricht bei meinem Mach-E rund 62,2kwh und damit einem typischen Volltanken. Ich zahle dafür an der heimischen Wallbox aufgerundet 16,14 Euro. Beim Fremdladen in der Nähe meiner Behausung rund 30,48 Euro.

Bei meinem Verbrenner, der 100 Oktan-Saft trinken möchte, wäre einmal volltanken (60 Liter) derzeit rund 149,40 Euro. Bei Super 95 wären es immer noch rund 132,20 Euro.

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**Author:** ![Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/g/3e96dc/32.png) [@Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/u/Greenkeeper)\
**Post date:** [30. September 2026 um 09:02 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/10 "2026-09-30T09:02:57Z")

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Und als Ergänzung zum letzten Absatz noch die Verbräuche:

Mein 2017 neu gekaufter Verbrenner (ich gebe ihn nicht mehr her), ein Mustang GT 5.0 Convertible, konsumiert im seit 9 Jahren seit dem Neukauf festgehaltenen Durchschnitt 100-Oktan-Benzin zu 12,9ltr./100km.

Mindestverbrauch war 9 Liter und Höchstverbrauch 21 ltr./100km. Für einen 4951ccm großen V8 mit in den Papieren eingetragenen 485 PS, der meistens artgerecht bewegt wurde ist das ein guter, eher "relativ sparsamer" Wert. Tankinhalt ist gerundet 62 Liter (oben der Einfachheit halber nur mit 60 gerechnet).

Mein Mustang Mach-E RWD Extended Range Premium (den will ich auch sehr lange behalten) verbraucht bei Temperaturen ab 20°C aufwärts im Stadtverkehr 11-14kwh/100km, auf Landstraßen ca. 14-17kwh und auf der BAB ca. 19-24kwh, immer je nach Fahrweise. Nutzbare Batteriegröße 88,9kwh ( = 100% bis 0%).

Die optimale Außentemperatur für meinen Mach-E liegt bei 25°C plusminus 5°C. Merkbar mehr Verbrauch entsteht bei mehr als 10°C Abweichung vom Optimum, in die kalte Richtung ist die Abweichung etwas größer, weil es ja bisher von 25°C nur ca. 15°C nach oben, aber 35°C nach unten ging.

Im Winter liegt der Verbrauch im Bereich zwischen minus 10°C und +10°C bei zwischen 25% und 50% höher, ebenfalls je nach Temperatur, Streckenlänge, Strecke (Stadt, Land, BAB), der Fahrweise und ob man vorher per App die Abfahrtszeit (und damit die Batteriekonditionierung sowie die Innenraumtemperierung) eingestellt hatte oder nicht. Das macht gerade bei Kurzstrecken viel aus. Beim meinem 25er Modell, das serienmäßig eine Wärmepumpe besitzt, dürften die Unterschiede allerdings weniger stark sein, als bei den älteren Modellen ohne Wärmepumpe.

Wer mehrere Monate und ein paar Tausend Kilometer lang ein E-Auto gefahren hat, weiß das natürlich längst alles, meine beiden letzten Beiträge richten sich also eher an Interessenten ohne E-Auto und E-Auto Neulinge ohne Wintererfahrung sowie die ahnungslosen Besucher von Verbrenner-Stammtischen (bzw. Social-Media-Seiten) mit ihren oft nachgeplapperten Fantasie-und-Schauergeschichten. Weiterleitung meiner letzten beiden Beiträge in unveränderter und ungekürzter Fassung an diese Leserschaft ausdrücklich erwünscht.

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**Author:** ![Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/g/3e96dc/32.png) [@Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/u/Greenkeeper)\
**Post date:** [30. September 2026 um 11:48 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/11 "2026-09-30T11:48:58Z")

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Und last but not least kann ich auch alle Beiträgen der Kollegen vor mir bestätigen, nachdem das Finden einer Ladesäule und die Ladevorgänge selbst allermeistens problemlos sind.

Selten, aber bisher am häufigsten vorkommende Störung: Die Arschl\*cher mit ihren Verbrennern, die verbotener Weise vor einer Ladesäule stehen und so das Aufladen unmöglich machen. Da die Ladesäule selbst ja "frei" ist, bekommt man dies bei der Routenplanung und während der Anfahrt nicht angezeigt. Wer dann in einer Gegend mit wenigen Ladesäulen und einem sehr niedrigen Ladestand an der zugeparkten Ladesäule ankommt, hat uU. ein Problem.

Ich habe das in diesem Jahr 2x erlebt, hatte dabei aber jeweils Glück.

Ein Mal konnte ich problemlos bis zum nächsten Morgen warten (da war der Verbrenner dann weg) bzw. das andere Mal fluchend, aber glücklicher Weise nur mit 5 Minuten weiterer Fahrtzeit an die nächste Ladesäule ausweichen. Ich weiß von anderen E-Auto-Fahrern, dass dies kein Einzelfall ist. Obs nur Dummheit, Ignoranz oder böse Absicht war, weiß man nicht.

Ich habe mir jedenfalls geschworen, zukünftig nicht mehr so über-tolerant zu sein und beim nächsten Mal, wenn ich die Zeit habe, konsequent 110 zu rufen und einen Streifenwagen sowie einen Abschlepper zu verlangen. Oder wenigstens im Abstand von 5 Minuten 2 Fotos zu machen und die von unterwegs per email an die Polizei zu schicken mit der Bitte, das störende, illegal parkende Fahrzeug baldmöglichst zu entfernen.

Juristisch ist so ein Ladesäulen-Zuparken durch einen Verbrenner übrigens (wenn ein entsprechendes Schild steht und dies deutlich erkennbar und an sich eindeutig ist) nicht nur "falsch parken mit Behinderung" für 70 Euro Geldbuße plus einen Punkt in Flensburg, sondern nach der wohl mittlerweile herrschenden Ansicht sogar eine Straftat:

Nämlich mindestens dann, wenn es einen auf diese Art und Weise am Laden gehinderten E-Auto-Fahrer gibt und dieser so wenig Restreichweite hat, dass er keine leicht erreichbare, andere Ausweichmöglichkeit hat oder keine zusätzliche Zeit dafür hat und daher unbestimmte Zeit warten muss. Dann ist das unberechtigte Zuparken einer Ladesäule "Nötigung im Straßenverkehr".

In aller Regel wird das mit Geldstrafen im vierstelligen Bereich und mindestens 2 Punkten (höchstens 3 Punkte) im Verkehrs-Zentralregister geahndet. Plus Verfahrenskosten, die mehrere Hunderte Euro zusätzlich betragen werden.

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**Author:** ![Triumphator](https://forum1.firstev.de/user_avatar/forum1.firstev.de/triumphator/32/12167_2.png) [@Triumphator](https://forum1.firstev.de/u/Triumphator)\
**Post date:** [30. September 2026 um 12:03 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/12 "2026-09-30T12:03:22Z")

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**Author:** ![Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/letter_avatar_proxy/v4/letter/g/3e96dc/32.png) [@Greenkeeper](https://forum1.firstev.de/u/Greenkeeper)\
**Post date:** [30. September 2026 um 13:15 UTC](https://forum1.firstev.de/t/500-km-wltp-aber-nur-182-km-planbar-ein-winter-autobahn-beispiel/4606/13 "2026-09-30T13:15:45Z")

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Ja, aber wie gesagt: Es sollten 2 Fotos derselben Szene im Abstand von 5 Minuten sein.

("wer länger als 3 Minuten hält, der parkt") In aller Regel reichen mit etwas Zuschlag 5 Minuten.

Wer nur 1 Foto schickt, eröffnet die Möglichkeit einer erfolgreichen Ausrede nach dem Motto

"ich war doch nach 2 Minuten schon wieder weg..."
