Ford bietet ab 2023 LFP Batterien für den MME an

Nach der Pressemitteilung von heute wird Ford noch in diesem Jahr zusätzlich zu den aktuellen NCM Batterien auch LFP Batterien anbieten.


Beide haben Vor- und Nachteile - der Kunde kann also entscheiden.

https://www.youtube.com/watch?v=Uwv8jega9NY

Zitat von FRS0627

Nach der Pressemitteilung von heute wird Ford noch in diesem Jahr zusätzlich zu den aktuellen NCM Batterien auch LFP Batterien anbieten.


Beide haben Vor- und Nachteile - der Kunde kann also entscheiden.

https://www.youtube.com/watch?v=Uwv8jega9NY

Originalbeitrag

Ich kenne mich in der Beziehung wenig aus. Könntest Du bitte Vor-/Nachteile umreißen?

Ich weiß auch nicht mehr, als das was im Video gesagt wurde: Kosten, Kältefestigkeit, Ladegeschwindigkeit, Entladegeschwindigkeit, Gewicht ...

Vorteile von LFP sind der geringere Preis und die bessere Temperaturstabilität sowie mehr Ladezyklen.

Nachteile sind geringere Leistungsdichte, d.h. bei gleichem Gewicht weniger Reichweite.

https://www.automotive.at/automotive/lfp-akkus-die-neue-eisenzeit-49592

2 „Gefällt mir“

So wie ich das verstehe, sind LFP billiger, können schneller aufgeladen werden und haben eine längere Lebensdauer (impliziert, dass der Kapazitätsverlust über die Jahre geringer ausfällt).

Dafür sind sie wohl bei Kälte schlechter (weniger Reichweite, wenn kalt).

Baut Tesla die Dinger nicht auch schon ein?

Jupp.....verbauen die Teile schon....

Zitat von asgardi

Dafür sind sie wohl bei Kälte schlechter (weniger Reichweite, wenn kalt).

Originalbeitrag

noch schlechter geht doch garnicht :D

egal, für meine Fahrgewohnheiten bin ich zufrieden. Schlechter sollte es aber trotzdem nicht sein.

Wird im US-Forum auch schon diskutiert.

Außerdem kommen sie ohne Kobalt aus und sind sicherer (kein „thermal runaway“ bei Beschädigungen).

Dafür laden sie auch sehr ungern/ langsam bei Kälte.

FYI


Beginnend mit dem Mustang Mach-E, wird Ford noch in diesem Jahr fortschrittliche LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat) für vollelektrische Fahrzeuge anbieten


LFP-Batterien sind sehr langlebig, erfordern weniger kostspielige Materialien und haben eine verbesserte Schnell-Ladefähigkeit


Die Einführung von LFP-Batterien – als Alternative zu Nickel-Kobalt-Mangan-Batterien – ermöglicht es den Ford-Kunden, ihr E-Fahrzeug mit genau den Batterie-Leistungsmerkmalen zu wählen, die auf ihre individuellen Mobilitäts-Bedürfnisse abgestimmt sind


Ford investiert 3,5 Milliarden US-Dollar in den Bau eines LFP-Batteriewerks in Michigan/USA


KÖLN, 16. Februar 2023 – Ford wird in Europa für den vollelektrischen Mustang Mach-E* noch in diesem Jahr innovative Batterien mit LFP-Zellen einführen, im kommenden Jahr folgt die Verwendung von LFP-Batterien für den F-150 Lightning in wichtigen globalen Märkten. Sowohl Ford-Nutzfahrzeuge als auch Ford-Pkw der nächsten Generation können von LFP-Batterien angetrieben werden. LFP steht für Lithium-Eisen-Phosphat. LFP-Batterien sind sehr langlebig, tolerieren aufgrund ihrer hohen Zyklenfestigkeit mehr Lade- und Entladevorgänge und laden auch schneller als zum Beispiel Batterien aus Nickel-Kobalt-Mangan (NCM). Außerdem lassen sie sich wegen der verwendeten Materialien kostengünstiger produzieren als NCM-Batterien. Die Kostenvorteile der LFP-Batterien könnten Ford helfen, die Verkaufspreise seiner Elektrofahrzeuge stabil zu halten oder sogar zu senken. Im Gegenzug ist die Energiedichte von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien bei gleichen Abmessungen grundsätzlich geringer als die von NCM-Batterien – und damit auch die erzielbare Fahrzeugreichweite. Ein weiterer Vorteil der NCM-Batterien im Vergleich zu LFP-Batterien ist ihre bessere Verträglichkeit von sehr tiefen Temperaturen. Allerdings kann die Kälteverträglichkeit von LFP-Batterien durch technische Maßnahmen deutlich verbessert werden.

Dies ist der Link auf ein entsprechendes Ford-Video (in englischer Sprache), das die Unterschiede zwischen NCM- und LFP-Batterien erklärt:


https://www.youtube.com/watch?v=Uwv8jega9NY

Ford-Kunden haben künftig die Wahl zwischen den Batterietypen

Die Einführung von LFP-Batterien – als Alternative zu NCM-Batterien – ermöglicht es den Ford-Kunden, künftig ihr Elektrofahrzeug mit genau den Batterie-Leistungsmerkmalen zu wählen, die auf ihre individuellen Mobilitäts-Bedürfnisse abgestimmt sind. Außerdem trägt die LFP-Batterietechnologie dazu bei, die Abhängigkeit von Rohstoffen wie Nickel und Kobalt zu verringern. Dies steht im Einklang mit der Absicht von Ford, sich in den Lieferketten für Nachhaltigkeit und für die Einhaltung der Menschenrechte zu engagieren.

"Klingt doch wunderbar, also warum fahren wir nicht schon längst mit den LFP-Akkus? Weil ihre Energiedichte deutlich geringer ist als jene von Lithium-Ionen-Akkus. Das bedeutet, um die gleiche Reichweite mit dem E-Auto mit LFP-Akkus zu schaffen, braucht man mehr Zellen, diese sind dann schwerer, voluminöser und eventuell ist dann auch deren Preisvorteil wieder egalisiert. Um es zu verdeutlichen: Die gewöhnliche Leistungsdichte eines Lithium-Ionen-Akkus liegt bei 180 Wh pro Kilogramm. Jene der LFP-Akkus beträgt nur 90 bis 110 Wh pro Kilogramm. Sind Reichweite und niedriges Gewicht gefragt, schlägt die Lithium-Ionen-Batterie die LFP-Akkus klar und eindeutig. Zwar zu einem höheren Preis und geringerer Zyklenfestigkeit, aber aktuell hat hier die LFP-Technologie das Nachsehen."

Ist sie also besser, die LFP?
Ja, wenn es um Langlebigkeit und Kosten geht.
Nein, wenn es um Gewicht und Reichweite geht.

1
.000 Ladezyklen entsprechen beim Auto 140.000 bis 770.000 km

Dazu auch dieser gute Artikel:
1.000 Ladezyklen entsprechen beim Auto 140.000 bis 770.000 km

1 „Gefällt mir“

Diese kannst immer auf 100% aufladen ohne zu erwartende Probleme. Sind weniger kältempfindlich dafür aber weniger Energiedichte.. und billiger sind sie für den Hersteller

Hier noch ein aktueller Artikel von electrive.net mit Aussagen von Ford zu ihren LFP-Zellen.

Bericht aus dem Mach E Forum in den USA:


https://www.macheforum.com/new-mach-e-lfp-battery-specs-revealed/


Klarer Rückschritt für unsere Klimazone:


Will not charge in cold weather unless heated above 0ºC

Not recommended if you live where it gets below -5ºC/23ºF for very long

CU Stefan

1 „Gefällt mir“

Klingt für mich nach Win-Loose-Situation. Win für Ford.

Es ist vermutlich ein Schritt hin zu einem leicht preiswerteren Einstiegsmodell. Natürlich nicht mit großer Reichweite.