Künstlicher Motorensound bei E-Autos – ja oder nein?

Weil wir das Thema auf unserem Mach-E-Treffen am Samstag bereits hatten und ich gerade einen Artikel auf Welt.de dazu gesehen habe, wonach ein Verbot von Soundgeneratoren – also künstlich erzeugten Motorengeräuschen bei E-Autos – gefordert wird, würde mich interessieren, was eure Meinung zu dieser Technik ist.

Auszug aus dem Artikel:

Zitat

Hamburgs rot-grüne Koalition will künstlich erzeugten Motorenlärm bei E-Autos teilweise verbieten lassen. „Technischer Fortschritt sollte Verkehrslärm reduzieren und ihn nicht künstlich wieder zurückholen“

Zitat

Einen entsprechenden Antrag, der den Senat auffordert, sich auf Bundesebene für ein solches Verbot einzusetzen, will die rot-grüne Koalition in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 16. September beschließen.


Ich konnte bereits einen Sound-Check am Stand der Firma Vehicle Soundlab machen. Über eine Smartphone-App lassen sich dort verschiedene Soundprofile auswählen und auf das Fahrzeug übertragen.

Man muss dazu sagen, dass das künstlich erzeugte Motoren- und Auspuffgeräusch bei Weitem nicht so laut und penetrant ist wie der klassische Sound eines Verbrenners mit einer getunten Auspuffanlage. Es ist also weder ohrenbetäubend noch übermäßig aufdringlich. Natürlich bewegt sich auch die durch den Soundgenerator erzeugte Lautstärke innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte.

Im Video seht ihr einen kurzen Test von mir in einem Testfahrzeug von Vehicle Soundlab mit der EVox-Technik.

https://youtu.be/vvJDp5HCvWA?is=deDKkj1XrT6Wm376

Was haltet ihr persönlich davon?

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Moin,

ist der künstliche Sound etwa Außen zu hören, wie z.B. beim Abarth 500e(Fiat 500)? Wenn ja, dann finde ich das ziemlich bescheuert! Im Innenraum, wie bei meinem Mach-E GT ist das ja manchmal ganz witzig. Meistens habe ich das besonders auf längeren Fahrten, aber deaktiviert. Bis Tempo 30km/h für den Fußgängerschutz, finde ich das leise Außengeräusch beim Mach-E und der Renault Zoe meiner Frau okay. Das klingt mehr wie ein leises UFO-Säuseln. Alles andere nach Außen, wie z.B. V8-Blubbern oder Hochdrehen finde ich bei einem E-Auto, welches auch immer, ziemlich beknackt. Ich genieße meistens das ruhige und leise dahingleiten mit dem Mach-E GT oder der Renault Zoe.

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Wie man sieht, ist da jeder anderer Meinung. Was auch vollkommen okay ist. Ich hätte gerne einen vernünftigen Sound und nicht so einen Mist beim Mach E.

Nächstes Jahr baue ich mir etwas von Borla ein. Da kann ich selber bestimmen, was da rauskommt. Ich brauche es nicht laut, aber wenigstens schön.

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AVAS unbedingt. Sonstiger Sound außen ist prollig und gehört verboten.

Ich brauche keinen Sound. Das künstliche Geräusch im Innenraum habe ich ganz am Anfang mal aus Spaß und zur Vorführung eingeschaltet. Ansonsten mag ich es ruhig und gediegen.

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Ich persönlich hab den künstlichen Sound nur einmal am Anfang eingeschaltet, seit dem nie mehr wieder aktiviert. Hab kein Interesse an diesem künstlichen Sound

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Da muss ich sagen,wer es braucht ,warum nicht.Also so ein 8 Zylinder in Natura von einem Verbrenner hört sich schon cool an.Von mir aus sind das bei einem Elektrofahrzeug nur Ilusionsgeräusche für das Ego,hat einfach nichts mit der Realität zu tun.

Ich habe den Sound im Mach E aktiviert damit ich weiß wann er wieder von Zahm auf Aktiv gesprungen ist. Sonst brauche ich ihn auch nicht.

Bevor man sich seitens der Politik um so einen Scheiß Gedanken macht, sollte man mal die gefühlt stark steigende Anzahl von Lärmkarren (sowohl Pkw als auch insbesondere Motorräder) mit ausgeräumten Pötten oder sonst veränderten Auspuffanlagen angehen und rigoros aus dem Verkehr ziehen…

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Vorweg: Ich bin absolut gegen diese künstlichen Motorsound-Generatoren.

Bei meinem 5.0 Liter V8 Mustang war dieser Schiet auch ab Werk wegen der extrem schlecht klingenden Serien-Abgasanlage eingebaut. Ich habe mir schnell die Mühe gemacht, diese "Sound-Tube" komplett auszubauen. Dafür kam eine vernünftig tönende, aber noch dezente und vor allem voll-legale VA-Catback-Anlage drunter, wohlgemerkt OHNE Auspuffklappen.

Diese Klappenanlagen würde ich, wenn ich das zu bestimmen hätte, generell verbieten, denn erstens ist die Mehr-Lärmbelastung, wenn man einigermaßen nah an einer BAB oder Bundesstraße lebt, wo solche Anlagen legal mit offenen Klappen (d.h. ohne Schalldämpfung!) fahren unerträglich und zweitens wird meiner Erfahrung nach an nichts so viel herum manipuliert, wie an den Steuerungen dieser Klappenanlagen.

Gehe ich danach, was ich im Straßenverkehr sehe und höre, manchmal auch auf US-Car Treffen mit meinem Mustang V8 Cabrio, dann vermute ich, dass nur eine Minderheit wirklich legal unterwegs ist. Aber das ist ein anderes Thema, zurück zum künstlichen Motorsound bei Elektro-Autos.

Da sehe ich das zweigeteilt:

Ich finde gerade, dass die "andere", viel leisere Geräuschkulisse beim E-Auto gerade ein besonderes Merkmal ist. Und auf Langstrecken trägt das dazu bei, dass man nicht so schnell ermüdet.

Ich persönlich finde künstliche Motorsounds, egal ob im Verbrenner, E-Auto oder was auch immer sogar peinlich und albern, aber ich habe ja auch ein 5-Liter-V8 Cabrio, das real schöne Geräusche erzeugt, auch schon bei Leerlaufdrehzahl. Schöner Klang ist übrigens nicht gleichzusetzen mit Lautstärke.

Wenn jemand anderes das im Auto DRINNEN unbedingt braucht, bitte schön, warum nicht.

Geht es aber um Außengeräusche, dann bin ich auch der Meinung, dass man das verbieten sollte.

Die bloße Selbstdarstellung nach außen darf nicht zu künstlicher höherer Lärmbelastung führen. Es geht dabei nicht um die gesetzlich aus Sicherheitsgründen vorgeschriebenen (manchmal ebenfalls nervigen) Piepgeräusche. Die bleiben ja in jedem Fall.

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