Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie im Pkw-Segment ist tot

Zitat von Greenkeeper

… natürlich auch bei LKW und bei Bussen bspw., also Schwerlastverkehr …

Originalbeitrag

Wobei selbst hier unter den aktuellen Bedingungen (H2 Kosten; Anzahl/ Verteilung der Tankstellen) die E-Lkw in vielen Bereichen vorne liegen.

Ich war früher auch sehr begeistert vom Wasserstoff betriebenen Fortbewegungsmittel und hätte mir,wenn das mit den Tanksäulen-Entfernung etwas einfacher gewesen wäre,gerne ein solches Fahrzeug zugelegt. Leider habe ich auch mal einen Artikel gelesen,da hiess es,dass mit der Zeit auch mit höhere Unterhaltskosten zu rechnen ist,deshalb habe ich es mir anders überlegt.

In einer Onlineausgabe einer Automobilzeitung habe ich einen Bericht über den Audi E5 gelesen, der mich echt zum Nachdenken brachte, der aber nur beispielhaft sein wird. Ich glaube, wir in Europa müssen generell in Sachen Technologieoffenheit umdenken. Solche Förderungen, wie die >270 Mio. € für die H²-Forschung von BMW sind völlig fehlinvestiert.

Ich zitiere:
"DER HORROR EINES JEDEN VERBRENNER-FANS,...
... der nach Technologieoffenheit ruft und weiterhin standhaft behauptet, dass die überlegenen deutschen Verbrenner jedes E-Auto vom Markt verblasen würden, wenn man die deutsche Automobilindustrie nur so machen ließe wie sie wollte.
Der Audi E5 Sportback
100% elektrisch
Schon in der Basisversion mit 299 PS und 600 km Reichweite.
Ladeleistung von DURCHSCHNITTLICH 229 kW bei einer Ladung von 0-100%.
Nach einer halben Stunde wäre also der komplette Akku geladen.
Die 'normale' Ladung von 10-80% schafft der E5 in 11 Minuten.
Verarbeitung und Ausstattung auf Luxusniveau.
Der Wagen fährt beinahe schon vollautonom... Abbiegen im chinesischen Verkehr inklusive.
Bis hierin sind das Informationen, welche vor allem Technik-Nerds interessieren.
Was die versammelten deutschen Automobil-Journalisten in Aufregung versetzt ist der Preis:
28.800 Euro
In China.
In Deutschland gibt es auch nur annährend vergleichbare E-Autos nicht unter 65.000 €.
Einen 'popeligen' Golf GTI mit 300 PS gibt es, unter Einbeziehung sämtlicher Händlerrabatte, nicht unter 45.190 €... in vergleichsweise spartanischer Ausstattung.
Wohlgemerkt... der E5 Sportback wird den deutschen Markt nie erreichen.
So bescheuert kann Audi gar nicht sein, sich hier die europäische Modellpalette selbst kaputt zu machen.
Aber es muss auch dem letzten fanatischen Petrol-Head in Deutschland klar sein:
In China kauft niemand mehr... absolut gar niemand... deutsche Verbrenner-Neuwagen.
Der chinesische Markt ist diesbezüglich schon jetzt praktisch tot.
Da braucht sind niemand Gedanken über das Jahr 2035 machen.
Audi MUSS den E5 Sportback zu einem absoluten Kampfpreis auf den Markt bringen, um in China überhaupt noch Marktanteile generieren zu können.
Audi baut den E5 Sportback in Kooperation mit dem chinesischen SAIC-Konzern. Ohne dessen Know-How wäre ein Wagen wie der E5 Sportback gar nicht möglich.
Damit ist auch klar auf welchem technischen Niveau sich mittlerweile die chinesische Automobilindustrie befindet.
Wenn man die heimischen Märkte in Europa und Amerika nicht mit erheblichen Zöllen gegen die chinesische Konkurrenz schützen würde, hätte die gegenwärtige Generation der deutschen (und europäischen) Autos... ob Verbrenner oder E-Auto... keinerlei Chance, gegen die chinesische Technologie zu bestehen.
Wenn China für die deutschen Automobilbauer nicht komplett als Export-Markt wegbrechen soll, sind sie... schon jetzt... nicht erst in 10 Jahren... gezwungen die eigene Technologie auf ein Niveau zu hieven, welches die Chinesen schon erreicht haben.
Einzig bei Fahrwerk und Materialanmutung haben die Deutschen noch einen knappen Vorsprung.
Wer glaubt, dass er die heimischen Märkte schon irgendwie vor chinesischen Autos wird schützen können... der wird feststellen, dass ihm auch im Rest der außereuropäischen Welt sämtliche Absatzmärkte wegbrechen werden.
Wer in dieser für deutsche Autobauer existenzbedrohenden Situation glaubt, die bräsige Parole ausgeben zu müssen:
"Lass uns mal auf Technologieoffenheit und E-Fuels setzen.",
der wird sich im Jahre 2035 in einem Nischenmarkt für Verbrenner-PKW wiederfinden.
Vielleicht kann man noch ein paar mehr Verbrenner in die USA verkaufen, wenn Donald Trump die nächsten 10 Jahre Präsident bleibt.
Die deutsche Automobilindustrie in einem Nischenmarkt.
Mit Hinblick auf die heimischen Arbeitsplätze keine gar so verlockende Zukunftsperspektive..."

5 „Gefällt mir“

Der deutsche Vorsprung (hier schließe ich nun auch die Ford Motor Company als US-Hersteller mit ein) bei Fahrwerk und Bremsen ist immer noch beachtlich. Deutsche Hersteller haben darüber hinaus auch eine noch etwas bessere Karosseriequalität, in dem Punkt sind die Chinesen an Ford vorbei gezogen, aber nicht an deutschen Autos. Ich bin zwei in China gebaute Fahrzeuge gefahren (u.a. zuletzt den Mazda 6e, der in China von Changan gebaut wird).

Für Deutschland untauglich. Jedenfalls für Autofahrer, die Auto fahren können und Auto fahren wollen und nicht nur in einem rollenden Spielecomputer von A nach B kommen wollen.

Womöglich entspricht die Fahrwerks- und Lenkungs- Auslegung und Abstimmung dieser Kisten auch einfach nur dem chinesischen Käufergeschmack.


Ansonsten aber volle Zustimmung @Triumphator :thumbup:

1 „Gefällt mir“

Der Schritt, die Verbrennerproduktion aufzugeben, war m.E. richtig von Ford Köln nur hätte der Markt derzeit besser analysiert werden müssen und dann hätten die das Aus um ein Jahr verschieben müssen. Jetzt bricht denen ihr Vorstoß leider das Genick. Ich denke mal, dass die, wenn die noch ein Jahr durchhalten würden, selbst namhafte andere Hersteller Paroli bieten können und die gelbe Gefahr vom europäischen Markt etwas zurückdrängen.

1 „Gefällt mir“

Arbeit ist in China auch teurer geworden. Darauf hat die chinesische Industrie reagiert, durch rigoreus zu automatisieren. Die Produkte, wobei das nicht so schnell möglich war, werden nun in Vietnam etc. produziert.

Die europäische Industrie kann nur reagieren, durch Autos zu entwickeln, die effizienter automatisiert und in großer Menge hergestellt werden können. i.e. Gemeinsame Plattform, weniger Mechanik, mehr Elektronik etc. Oder ein Nischenthema zu entwickeln. Mehr Luxus etc.

1 „Gefällt mir“

An Fahrwerkskomfort und Materialqualität reichen die ganzen Fernostproduzenten nicht heran. Diesen Vorsprung sollten wir tunlichst wahren. Dort liegt die einzige Chance. Die Quantität an Features werden wir nie wieder aufholen.

1 „Gefällt mir“

Zitat von HenkK

Arbeit ist in China auch teurer geworden. Darauf hat die chinesische Industrie reagiert durch rigoroses automatisieren. Die Produkte, wo das nicht so schnell möglich war, werden nun in Vietnam etc. produziert.

Die europäische Industrie kann nur reagieren, durch Autos zu entwickeln, die effizienter automatisiert und in großer Menge hergestellt werden können. i.e. Gemeinsame Plattform, weniger Mechanik, mehr Elektronik etc. Oder ein Nischenthema zu entwickeln. Mehr Luxus etc.

Originalbeitrag

Eine weitere Chance für unsere Industrie liegt in der unglaublich kurzlebigen Modellabfolge. Du kaufst heute ein Auto und in einem halben Jahr ist schon ein Nachfolger da, der das Vormodell entwertet.

Lasst ein paar Jahre ins Land gehen und es gibt jede Menge von enttäuschten Chinakracher-Käufern, die beim Verkauf ein langes Gesicht machen oder von vornherein (teuer !) leasen (und den Großteil des Kaufpreises schon in ein paar Jahren an die Leasingfirma zahlen).

Außerdem ist die Frage, ob der chinesische Staat dauerhaft so hohe unfaire Subventionen ausschüttet wie derzeit noch. Diese unfairen Staatsbeihilfen sind einer der Gründe für die allzu berechtigten EU-Zölle.

Und man muss wissen, dass es in China extrem viele Autohersteller gibt, die sich derzeit einen ruinösen Preiskampf liefern, den die Masse der heutigen Hersteller nicht durchhalten kann.

Es werden teils Autos mit Verlust verkauft, es werden illegal Neuwagen als Gebrauchte verhökert usw.

Es wird sicher zu vielen Pleiten und Übernahmen kommen und wie dann die Ersatzteilversorgung von solchen untergehenden Marken aussehen wird, darf man als Ford-Fahrer entspannt verfolgen.

4 „Gefällt mir“

1 „Gefällt mir“

Auf Hiese ist gestern ein recht gutes Kommentar zum Thema erschienen:

https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Warum-Brennstoffzellen-Autos-nicht-funktionieren-11098718.html

Dem Aiwanger, so hart und direkt muss ich das jetzt mal sagen, hat der Lobbyismus anscheinend gaanz tief ins Gehirn ge****.

In einem Post auf FB schwärmt er von einem Prototypen, der demnächst, ganz sicher, Ehrenwort auf den Markt kommen wird 😵‍💫🤢🤮

Man muss sich mal die Kommentare durchlesen. Es gibt bei 1.400 Kommentaren kaum, bis gar keinen positiven Feedback.

https://www.facebook.com/share/v/1AJ1FD8UE7/?mibextid=wwXIfr

3 „Gefällt mir“

Wenn es nicht so traurig wäre… 🙄

2 „Gefällt mir“

Die Offensive hat er vor Jahren schon mal nach 2 BR3 Berichten über Gumperts Nathalie gestartet, nachdem in BR3 Sendung Nummer 1 am Ende zu den Worten "kein Interesse in D" 3 scharzgekleidete asiatisch aussehende Personen die Hallen betraten ;-)

Hier ein Versuch an der Schei... in den Köpfen der Politiker etwas zu ändern:

Harald Lesch , Axel Kleidon

Die Natur ist kein Parteimitglied

Mit den Gesetzen der Physik gegen politische Ignoranz

Erscheint am: 18.03.2026

LINK ZUM BUCH

ob das was bringt ?

1 „Gefällt mir“

Passt doch.

Aiwanger ist als bay. Wirtschaftsminister auch der Hauptverantwortliche für den katastrophal langsamen Netzausbau in Bayern und Mitverantwortlicher (neben der CSU, die sich leider bei dem Themenkreis nicht genug erneuert hatte) für die bisherige Politik in Bayern, an der Kernkraft festhalten zu wollen und deshalb gezielt erneuerbare Energien und den Netzausbau zu verschleppen - wobei der Atommüll aus Bayern natürlich außerhalb Bayerns (Niedersachsen, Hauptsache weit weg) gelagert werden sollte.

Das Einzige, was man Aiwanger positiv anrechnen kann ist, dass er den Vaterlandsverrätern und Wohlstandsgefährdern von der afd in Bayern das Wasser abgräbt. Sorry für meine deutliche Meinung.

2 „Gefällt mir“